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Psychomotorik für die Kleinsten (Eltern-Kind-Gruppen, 2 - 4 Jahre)

„Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ oder „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“.

Auch die Jüngsten können bei MoBIS schon aktiv werden. Mit Hilfe eines Elternteils sammeln die Kinder im freien Turnen an einer Vielzahl spannender Gerätestationen wichtige Informationen über ihr Körperschema, lernen sich im 4-dimensionalen Raum zurechtzufinden und beginnen mit der Entwicklung ihrer Sozialkompetenz.

Unsere langjährig gemachten Erfahrungen in dieser Altersgruppe zeigen, dass ein möglichst früher Start für die Entwicklung der Motorik optimal ist.

Psychomotorik (4 – 7 Jahre)

Erst durch die Entwicklung der Wahrnehmungsfähigkeit gelingt es dem Menschen, sich in seiner Umwelt zu orientieren und angemessen zu handeln. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit sinnliche Informationen optimal verarbeiten zu können. 

MoBIS will Kindern helfen diese Fähigkeit zu entwickeln, indem durch praktische Fördermaßnahmen in Form von Abenteuerturnen die wichtigsten Sinne stimuliert und vor allem Spaß an der Bewegung geweckt wird. 

Die psychomotorische Frühförderung umfasst einmal pro Woche 60 Minuten Bewegung pur. Durch die Anwendung und Auswertung motoskopischer Verfahren wird das Bewegungsbild der Kinder transparenter, so dass gezielte Fördermaßnahmen eingeleitet werden können.

Begleitet werden die Kinder durch geschultes Personal. Die Anwesenheit von vier bis sechs Trainern in jeder Bewegungsstunde sichert einen sehr guten Betreuungsschlüssel und lässt genügend Spielraum für individuelle Förderung. 

Positive Adaptionen sind in der Regel nach kurzer Zeit feststellbar und betreffen neben einer Steigerung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten auch das Selbstbewusstsein.

Die psychomotorische Frühförderung wird durch nahezu alle Siegener Kinderärzte unterstützt.

Psychomotorik (8 – 12 Jahre)

Auch die „alten Hasen“ sind bei MoBIS gut aufgehoben. Der Unterricht in dieser Altersgruppe verläuft mit ähnlichen Inhalten, wie bei den jüngeren Kinder. Das motorische Repertoire soll gefestigt und weiter ausgebaut werden, d.h. die koordinativen Aufgaben werden individuell anspruchsvoller und die Entwicklung der konditionellen Fähigkeiten (Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit) stellt einen festen Stundeninhalt dar. Des weiteren wird durch Team- und Partnerübungen die Entwicklung einer angemessenen Sozialkompetenz weiter forciert.

Toben, Raufen, Kräfte messen

Die Kinder unserer Zeit, nehmen ihre Umwelt überwiegend über die Fernsinne (Hören und Sehen) wahr.

Die für die optimale, kindliche Entwicklung wichtigen Basissysteme (Tastsinn, Eigenwahrnehmung, Gleichgewichtssinn) treten immer mehr in den Hintergrund.

Die Entwicklung einer angemessenen Sozialkompetenz fällt dadurch immer schwerer, denn wie soll jemand, der seinen eigenen Körper mangelhaft wahrnimmt ermessen können, was er einem anderen zufügt, wenn er in Konflikten z. B. die Gewalt in den Medien kopiert?

Aus diesen Gründen möchte MoBIS versuchen neue (alte!) Lösungsmöglichkeiten zu bieten:

 

Kämpfen als pädagogisches Konzept

Die Grundlage dieses Konzepts ist die Tatsache, dass Aggression zum Leben gehört und auch eine, im positiven Sinn, elementare  Triebfeder sein kann.

Jedes Entdecken und Erforschen beinhaltet auch eine aggressive Komponente. Da Kinder nicht nur Dinge, sondern auch Menschen und ihre eigenen Grenzen erforschen wollen, gehört das körperliche Kräftemessen als wichtige Erfahrung zu einer optimalen psycho-physischen Gesamtentwicklung.

Körperliches Kräftemessen ist leider für die meisten Kinder mit Schlägen und Tritten verbunden. Kinder die ängstlich und unsicher sind, werden leicht zu Opfern, darum soll mit diesem Angebot eine  Zweikampfkultur entwickelt werden. Die japanische Kampfsportart Judo (= „der sanfte Weg“) eignet sich hervorragend als Trägermedium zur Entwicklung angemessener Sozialkompetenz, da Höflichkeit und Respekt gegenüber dem Partner und Sorgfaltspflicht für dessen Gesundheit eine tragende Rolle spielen. Neben ausgewählten ungefährlichen Judotechniken, sollen die Kinder über eine Vielzahl von actionreichen Spielen für die eigenen Körperwahrnehmungen sensibilisiert werden, um so einen angemessenen Umgang mit anderen pflegen zu können und um aufgestaute Energien ungefährlich zu kompensieren. Durch die Einführung und Einhaltung von wichtigen Regeln werden die Kinder zu einem respektvollen Umgang mit anderen geführt und in die Lage versetzt auch mal „verlieren“ zu können. Die konditionellen Komponenten Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit werden durch das Training zusätzlich gefördert und die Möglichkeit Gürtelprüfungen abzulegen fördert noch zusätzlich das Sebstbewusstsein.

Kurz zusammengefasst könnte man sagen, es geht darum:

Ehrlich zu kämpfen – bescheiden zu siegen – lächelnd und respektvoll zu verlieren!

Motometrie

Viele Eltern sind vor allem nach den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen hinsichtlich der Frage, ob ihr Kind altersgemäß entwickelt ist, verunsichert. Der Besuch beim Kinderarzt stellt für viele Kinder eine Stresssituation dar, die ein objektives Bewerten des motorischen Entwicklungsstandes erschwert. Auch ein Vergleich mit gleichaltrigen Kindern löst bei vielen Eltern Unsicherheit aus, aber nicht alle Kinder müssen zum gleichen Zeitpunkt Laufen,  Fahrradfahren usw. erlernen.

Da die Befunde dieser Untersuchungen für das Kind oftmals weitreichende Konsequenzen haben (z.B. Einschulung, Inanspruchnahme eines Integrationsplatzes im Kindergarten), bietet die Bewegungsschule MoBIS die Möglichkeit anhand eines standardisierten motorischen Testverfahrens den motorischen Entwicklungsstand Ihres Kindes zusätzlich zu ermitteln und zu objektivieren. Durch die Anwendung des Motoriktests für 4- bis 6jährige Kinder (MOT 4-6) von Dr. R. Zimmer und M. Volkamer können eventuelle Defizite so genauer lokalisiert und transparenter gemacht werden, um auf dieser Basis entsprechende Fördermaßnahmen gezielt einzuleiten (z.B. zusätzliche Trainingsprogramme für zu Hause).

MoBIS-Intensiv

Mobis-Intensiv ist ein zweiwöchiger Kurs, bei dem die Kinder täglich in Kleingruppen von 12 Kindern mit vier Trainern 120 Minuten Bewegung und Spaß erleben sollen.

Der angebotene Kurs beruht auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen verschiedener Fachbereiche und ist eine Synthese aus Motopädie, Sensorischer Integrations-Therapie n. Jean Ayres und der Trainingswissenschaft.

Nach trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen stellt das tägliche Training bei entsprechender Trainingsgestaltung ein Optimum dar, um in kurzer Zeit größtmögliche Erfolge zu erzielen.

Unsere Kurse finden  zu verschiedenen Themen statt. So sind wir zum Beispiel ein Indianerstamm, eine Räuberbande, Piraten, Ritter oder Polizeischüler. Den Kindern macht es großen Spaß, sich in diesen  „Welten“ zu bewegen.

Der Kurs beginnt mit einer motometrischen Erfassung, d. h. alle TeilnehmerInnen absolvieren einen wissenschaftlich bewährten, standardisierten Motoriktest (MOT 4-6 n. Dr. R. Zimmer und M. Volkamer). Er dient dazu den motorischen Entwicklungsstand des Kindes zu erfassen. Die erreichten Ergebnisse werden ausgewertet und als Grundlage für die Erarbeitung individueller Fördermaßnahmen genutzt.

Der gleiche Test wird am Ende des Kurses erneut durchgeführt, um die motorischen Fortschritte zu dokumentieren. Alle Ergebnisse werden in einem schriftlichen Abschlußbericht zusammengefasst, der in einem Gespräch mit Herrn Eckstein genau erläutert wird.

 

MoBIS-Intensiv ist für Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren gedacht, die motorische Defizite aufweisen. Diese Defizite können sich sehr vielfältig äußern:

  • Schwierigkeiten beim Balancieren
  • Schwierigkeiten beim Einbeinstand oder einbeinigem Hüpfen
  • Hypotonie (muskelschwach, träge)
  • Hypertonie (steif, ungelenk)
  • fehlende Rhythmisierungsfähigkeit
  • mangelnde Auge-Hand-Koordination
  • Hyperaktivität
  • mangelhaftes Körperschema
  • mangelhafte Raumwahrnehmung
  • Konzentrationsschwächen
  • Mangelndes Selbstbewusstsein

Fortbildungen und Seminare

MoBIS möchte ErzieherInnen, GrundschullehrerInnen und alle Interessierten für die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Bewegung im Kindesalter sensibilisieren. MoBIS bietet verschiedenste Fortbildungen und Seminare mit Theorie und Praxis, in denen die Psychomotorik transparenter gemacht werden soll.